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Wissenswertes zum Thema Motoröl

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Auf unserer Webseite möchten wir Informationen zum Thema Motoröl liefern. Beginnen wir einmal mit den Aufgaben...

Aufgaben

Generell hat Motorenöl die Aufgabe, bewegliche und aneinander reibende Teile zu schmieren und damit einen Verschleißschutz zu gewährleisten. Die Reibung sich bewegender Teile im Motor und im Getriebe wird durch einen festen ununterbrochenen Schmierfilm entscheidend reduziert. Der Schmierfilm sorgt dafür, dass sich die Kontaktflächen nicht direkt berühren. Das Unterbinden des Kontakts von sich bewegenden nebeneinander liegenden und ineinander greifenden Teilen durch einen geschlossenen Schmierfilm wird auch als Flüssigkeitsreibung bezeichnet.

Funktion als Kühlmittel

Das Öl dient darüber hinaus als Kühlmittel. Die kinetische Energie der sich bewegenden Motor- oder Getriebeteile erzeugt thermische Energie, also Wärme, die die Einheit beschädigen würde. Das Öl nimmt die Wärmeenergie auf und führt sie durch den Ölkreislauf. Im Ölbehälter kühlt das Öl ab, die Wärmeenergie wird an die Umwelt abgegeben oder in potentielle Energie umgewandelt.

Funktion als Rostschutz

Motorenöl ist grundsätzlich auch ein sehr effektives Korrosionsschutzmittel. Da die Metallflächen, über die sich ein Ölfilm gelegt hat, keiner Lufteinwirkung ausgesetzt sind, kann keine Korrosion entstehen. Ein ununterbrochener Ölfluss verhindert Korrosionsschäden vollständig.

Keine Passteile sind so exakt gefertigt, dass sie nicht doch Raum für das Eindringen von Luft oder kleinen Staubpartikeln zulassen würden, die Motor- oder Getriebeteile beschädigen könnten. Ein Ölfilm kann die kleinen Zwischenräume zwischen Passteilen zuverlässig abdichten und damit das Eindringen von gefährlichen Partikeln verhindern. Allerdings können auch im Motorinneren durch den Verbrennungsprozess schädliche Partikel entstehen. Durch Ablagerung dieser Partikel auf aneinander reibenden Flächen kann sich die Oberflächenbeschaffenheit in ihrer Mikrostruktur verändern und der Motor oder das Getriebe dadurch beschädigt werden. Gutes Motorenöl hat die Eigenschaft, solche Fremdpartikel aufzunehmen und über den Ölkreislauf aus dem Motor zu entfernen. Das Öl reinigt also zuverlässig den Motor auch an sonst unzugänglichsten Stellen. Die Aufnahme von Fremdkörpern durch das Motorenöl ist einer der Gründe, weshalb ein regelmäßiger Wechsel des Motoröls unbedingt erforderlich ist.

Die spezifische Beschaffenheit von Motorenöl soll genau diese Aufgaben unterstützen. Um diese Eigenschaften zu gewährleisten, werden dem verwendeten aus Erdöldestillaten gewonnenen Grundöl spezielle Additive zugefügt. Je nach Zubereitung des Motoröls liegen Schmieröle in sehr unterschiedlichen Qualitätsstufen vor, die über die SAE- und die API-Klassifikation definiert werden. Die aktuellen europäischen Normen für die Eignung von Motorenöl für bestimmte Aufgaben beschreibt die ACEA-Spezifikation.

Bei Neuwagen war es früher üblich nach 1000km den ersten Ölwechsel durchzuführen. Dieses ist heutzutage im Regelfall nicht mehr notwendig - schadet aber sicherlich nicht.

 


 

Mineralöl oder Synthetiköl - was sind die Unterschiede?

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Jedes Auto benötigt ausreichend Öl, dieses sorgt für die notwendige Schmierung im Motor, damit der Motor keinem schnellen Verschleiß unterliegt, muss das Motorenöl regelmäßig gewechselt werden. Doch Öl ist nicht gleich Öl, hier gibt es Unterschiede.

Generell besteht Motorenöl aus Grundölen und einer Mischung von Additiven, hierbei unterscheidet man je nach Zusammensetzung zwischen Mineralölen oder Synthetikölen. Mineralöl ist im Vergleich zum Synthetiköl um eines preiswerter und dies nicht ohne Grund. Zum einen ist die Herstellung von Mineralöl nicht so aufwendig wie die von Sythetiköl , daher ist auch der Endpreis günstiger, zum anderen besitzen Synthetiköle bessere Eigenschaften. Mineralöle werden hergestellt indem Erdöl raffiniert wird und aufbereitet wird, Synthetiköl dagegen wird zusätzlich mit den für Öl charakteristischen Kohlenwasserstoff- Verbindungen, hergestellt und zwar aus einheitlichen geradlinigen Molekülen, die so in ihrer Art im Rohöl nicht vorkommen.

Aufgrund des künstlichen Zusatzes verfügt Synthetiköl über verbesserte Schmiereigenschaften, das Öl kann durch die künstliche Herstellung besser auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden. Hochwertiges Synthetiköl ist in der Lage bei niedrigen und hohen Temperaturen eine bessere Schmierung zu erreichen, der Motor erleidet hierdurch weniger Verschleiß. Die Schmierstellen des Motors werden mit Sythetiköl schneller und besser erreicht, als dies mit Mineralöl der Fall ist. Durch eine bessere Schmierung auch bei sehr tiefen Temperaturen, erfolgt mit Sythetiköl ein besserer Kaltstart, auch höhere Belastungen lassen beim Einsatz von Synthetikölen, den Schmierfilm nicht abreißen.

Synthetiköle können die Wechselintervalle des Ölwechsels deutlich hinaus zögern, das Öl ist länger einsetzbar als Mineralöl, doch muss hierbei beachtet werden, das der eingesetzte Ölfilter unter Umständen für einen längeren Gebrauch nicht geeignet sein kann, dieser muss bei Verwendung von Synthetiköl auch angepasst werden.

Synthetiköl ist zwar teurer, doch ein hochwertiges Synthetiköl sorgt für saubere Motoren und eine längere Lebenszeit des Motors. Je nach Einsatz des Autos kann allerdings auch der Einsatz von Mineralöl oder Synthetiköl erfolgen. Normalfahrer die täglich zwischen 20 und 50 Kilometer zurücklegen, sind auch mit Mineralöl gut bedient, während Wenigfahrer oder Sportfahrer auf Synthetiköl zurückgreifen sollten, aufgrund von häufigem Kaltstart und höherer Motorbelastung.

Bei Synthetiköl unterscheidet man zwischen Vollsynthetik und Teilsynthetik.

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Motoröl vollsynthetisch

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Damit ein Auto eine hohe Kilometerleistung erreichen kann, benötigt es das richtige Motorenöl. Welches Öl für den PKW das Richtige ist, findet man im Handbuch des Autos vom Hersteller vorgegeben. Mit den heutzutage möglichen Kilometerleistungen von deutlich über 200.000 Kilometern ist eine hohe Qualität des Motorenöls für diese Fahrzeuge unerlässlich. Sowohl für Benzinmotoren, wie auch für alle Dieselmotoren bedeutet ein hochwertiges, vollsynthetisches Motorenöl eine gesteigerte Leistungsfähigkeit.

Hierbei bieten die vollsynthetischen Grundöle die Basis für einen optimalen Verschleißschutz, ebenso sorgen sie für eine gute Versorgung mit Öl bei Kaltstarts.

Durch ihre Leichtlaufeigenschaften ermöglichen vollsynthetische Motorenöle eine sehr gute Sauberkeit des Motors.

Schon bei zahlreichen Fahrzeugen fordern die Hersteller die Verwendung eines solchen Motoröls, um die sogenannte Longlife Garantie einhalten zu können. Die Abstände zwischen den vorzunehmenden Ölwechseln sind dadurch deutlich länger geworden und bei längeren Wartungsintervallen spart man auch wieder Kosten ein.

Die typischen Bezeichnungen, die damit auch die Viskosität angeben, lauten für vollsynthetische Motoröle zum Beispiel:

0W - 30 oder 0W - 40

 

Diese Öle sind Hochleistungsöle und besitzen ein günstiges Kältefließverhalten, aber auch eine hohe thermische Belastbarkeit. Das bedeutet, dass man ein vollsynthetisches Öl das ganze Jahr über benutzen kann, weil sie im Winter nicht zu dickflüssig werden und im Sommer bei hohen Temperaturen nicht zu dünnflüssig sind. Trotzdem empfiehlt es sich den Motor gemässigt warm zu fahren. Man sollte hierbei jedoch beachten, dass die vollsynthetischen Motorenöle nur für Fahrzeuge der neueren Modellreihen geeignet sind, ansonsten sollte man vor Verwendung erstmal beim Hersteller nachfragen. Auch einen Wechsel von mineralischem Motoröl zu vollsynthetischem Öl sollte man vorher mit einem Fachbetrieb abklären.

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Motoröl teilsynthetisch

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Bei Motorölen wird grundsätzlich zwischen Mineralöl und synthetischem Öl unterschieden.

Mineralöl wird aus dem geförderten Erdöldestillat gewonnen, das einen Destillier-, Filter- und Raffinerieprozess durchläuft und danach als unlegiertes Mineralöl mit einer je nach Verarbeitung bestimmten Viskosität vorliegt. Synthetisches Öl wird erzeugt, indem die so genannten Synthesegase Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff in einem bestimmten Syntheseverfahren in flüssigen Kohlenwasserstoff umgewandelt werden.

Synthetisches Öl kann derart hergestellt werden, dass es ausgezeichnete Temperatur-, Last- und Druckkennzahlen aufweist. Allerdings gehört es als Folge der aufwändigen Produktion zu den teuersten Motorölsorten.

Eine Mischung aus Synthetik-Öl und mineralischem Öl wird als Teilsynthetik-Öl bezeichnet

Die genaue Zusammensetzung der Synthese-Komponenten des jeweiligen teilsynthetischen Öls wird von den Herstellern auf der Verpackung angegeben. Teilsynthetisches Motoröl weist eine hohe Qualität auf und kann sowohl für Benzin- als auch für Dieselmotoren, die im mittleren Leistungsbereich arbeiten, eingesetzt werden.

Teilsynthetische Motoröle werden vor allem deshalb in diesem Bereich eingesetzt, weil sie deutlich preisgünstiger sind als vollständig synthetische Öle und dennoch deren Eigenschaften, wie beispielsweise ein vorteilhaftes Verdampfungsverhalten im Motorbetrieb und damit einen geringeren Verbrauch aufweisen.

Die Vorteile der teilsynthetischen Motorenöle, die sich neben der bessern Verdampfungseigenschaften durch eine vorteilhafteres Reibungsverhalten und geringeres Planschverlusten im Motor beschreiben lassen, wirken sich allerdings nur bei moderneren Motoren aus. Ältere Motoren können auf Grund der höheren Viskosität von Teilsynthetiköl im Vergleich zu Mineralöl sogar Undichtigkeiten entwickeln. Teilsynthetische Motoröle werden somit als wirtschaftlicher und technischer Kompromiss zwischen synthetischen und mineralischen Motorölen vermarktet. Teilsynthetisches Motoröl kann sowohl für Automobile als auch für Motorräder und Motorroller eingesetzt werden. Eine Umstellung des Motors z.B. von Mineralöl aus Teilsynthetiköl wird im Idealfall von einer Fachwerkstatt vorgenommen, weil der Motor dafür einer gründlichen Motorspülung unterzogen werden sollte. Auch unter Umweltgesichtspunkten werden teilsynthetische Öle favorisiert, da sie besser biologisch abbaubar sind als Mineralöl und weniger Additive – beispielsweise zur Verbesserung der Schmierwirkung – erfordern.

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Longlife-Öl und Longlife-Service

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Die Wartungsintervalle von Kraftfahrzeugen aller Art werden vom Hersteller aufgrund von Erfahrungen bei der Entwicklung und Erprobung festgelegt. Deren Zeiträume richten sich nach der üblichen Nutzung der Fahrzeuge durch den Kunden und sind in der Vergangenheit meist in festen Intervallen nach Laufleistung oder Zeit vorgegeben worden. Diese konservativen Vorgaben, die eine unterschiedliche Nutzung und Einsatzbedingungen auch unter erschwerten Bedingungen berücksichtigen müssen, haben einige Nachteile. Viele Fahrzeuge, die unter optimalen Einsatzbedingungen laufen (z.B. lange Strecken und wenige Kaltstarts), werden, von der technischen Seite gesehen, zu häufig gewartet und erzeugen damit unnötig hohe Betriebskosten. Das ist auch unter den Aspekten von Ökologie und eines schonenden Einsatzes von Ressourcen als fragwürdig zu bewerten.

Als Antwort wurde das Longlife Konzept entwickelt, darunter versteht man eine nutzungs- oder parameterabhängige Wartungssteuerung bei Kraftfahrzeugen und Maschinen. Der Longlife Service wird durch den Einsatz von Sensoren und der Erfassung wichtiger betriebstechnischer Parameter möglich, deren Auswertung mit Hilfe vorgegebener Kennfelder erfolgt. Die über einen Minirechner verarbeiteten Daten werden dem Fahrer in Form einer anstehenden Wartung über den Bordcomputer anzeigt. Mögliche Kenngrößen zur Bewertung eines Nutzungsprofils sind zum Beispiel Ölstand, Bremsverschleiss, Betriebsstunden, Verbrauch, Geschwindigkeit und Temperaturprofile des Kühlwassers und des Motoröls.

Ein wichtiges Element des Longlife Konzeptes ist neben der Erfassung verschiedener Betriebsparameter durch den Einsatz entsprechender Sensorik natürlich auch die Verwendung eines Longlife Öls mit entsprechender Herstellerfreigabe. Diese vollsynthetischen Öle verfügen im Gegensatz zu herkömmlichen Schmierstoffen über verschiedene faszinierende Eigenschaften, wie z.B. eine erhöhte Scherfestigkeit der Molekülketten und eine „eingebaute“ Schwebstoffabsorption. Einfach ausgedrückt, wird der sogenannte Ölverschleiss deutlich herabgesetzt. Aber man sollte diese Longlife Öle vorsichtig einsetzen, sie haben ganz besondere Eigenschaften und sollten nicht in Motoren verwendet werden, für die keine Freigabe vorliegt - sonst können sie schädliche Wirkungen zeigen!

Das Longlife Konzept ermöglich somit eine Schonung von Ressourcen und eine Kostenersparnis für den Nutzer. Ein Trend zu wartungsarmen (aber nicht wartungsfreien) Produkten wird damit unterstützt.

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Leichtlauföl

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Ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung von Motoenröl ist die Viskosität. Mit dieser Kennzahl wird das Fließverhalten eines Öls beurteilt und verglichen. Sehr dünnflüssige Öle senken vor allem im Winter den Kraftstoffverbrauch, bergen aber die Gefahr, bei hohen Temperaturen im Sommer zu dünn zu werden und den Schmierfilm abreißen zu lassen. Ist das Öl dagegen zu dick, muss der Motor sich vor allem im Winter durch diese zähe Flüssigkeit kämpfen. Diese Mehr- Arbeit lässt er sich durch einen erhöhten Kraftstoffverbrauch belohnen.

Diesen Balanceakt zwischen hohen und tiefen Temperaturen versuchen die Hersteller von Motorölen durch so genannte Mehrbereichsöle zu meistern. In früheren Jahren gab es spezielle Sommer- und Winteröle, heute wird ein Öl während des gesamten Jahres gefahren. Ein Meilenstein auf diesem Entwicklungsweg war die Herstellung vom synthetischen Leichtlauföl. Dieses hat über den gesamten Temperaturbereich eine etwa konstante Konsistenz. Es ist damit bei niedrigen Temperaturen verhältnismäßig dünnflüssig und reißt trotzdem bei sommerlicher Hitze nicht ab.

Gerade beim Kaltstart unter frostigen Bedingungen muss die Ölpumpe jetzt weniger Leistung aufbringen, um das Öl zu fördern. Das dünnflüssige Leichtlauföl gelangt schneller zu den Schmierstellen, der Motor wird geschont und läuft ruhiger, die Leerlaufdrehzahl erreicht eher ihren Minimalwert. Das alles kann zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs führen, allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Es dürfen Einsparungen zwischen drei und fünf Prozent erwartet werden. Das wären also bei einem Fahrzeug mit einem Verbrauch von acht Litern auf einhundert Kilometer eine Minimierung zwischen einem viertel und einem halben Liter. Diese Einsparung wird aber oftmals durch die Preisdifferenz zu einem herkömmlichen (auch sehr guten Öl) relativiert. Bei vielen neuen Fahrzeugen sind Leichtlauföle heute in der Regel vom Hersteller vorgeschrieben. Für älteren Motoren kann sich eine Umrüstung lohnen. Allerdings ist es möglich, dass es hier zu einem Mehrverbrauch an Öl kommt. Da die Leichtlauföle deutlich teurer als Mineralöle sind, kann sich die finanzielle Einsparung durch den geringeren Kraftstoffverbrauch schnell in Luft auflösen.

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Wann und wie sollte Motoröl gewechselt werden?

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Das Öl sollte bestenfalls nach jeglichen Wartungsarbeiten regelmäßig gewechselt werden. Hierbei kann entweder die Betriebsanleitung oder das Serviceheft des Fahrzeuges Auskunft geben. Des Weiteren sollte der Motor noch vor dem Wechsel warmgefahren werden, während die Wassertemperatur bei ungefähr 80 Grad liegen sollte.

Das Öl kann hierbei durch den so genannten "Ölpeilstab" abgesaugt werden, was aber keineswegs zu empfehelen ist. Normalerweise wird die Ölablassschraube der Ölwanne gelöst um das Motoröl zu wechseln. Dennoch sollte hier beachtet werden, dass sorgfältig gearbeitet werden muß um Ölflecken und kleinere Sauereien zu vermeiden. Bei jedem Ölwechsel muss auch berücksichtigt werden, dass auch das Ölfilter erneuert werden sollte. Hierbei kann das Ölfilter mit ungefähr 2 Umdrehungen gelockert und gelöst werden, um ihn auch während des Ölwechsels in dieser Stellung zu belassen. Dementsprechend kann der Ölwechsel durchgeführt werden, sodass beim Abnehmen des Filters kein Öl über den Anlasser oder den Motorblock verlaufen kann.

Warum einen Ölwechsel durchführen?

Das Motorenöl weist ein umfangreiches Aufgabenspektrum auf und ist für die richtige Schmierung und die Funktionstüchtigkeit des Motors nicht nur unabdingbar, sonder sichert diese Eigenschaften. Des Weiteren kann sich Motoröl auch positiv auf die Leistungsfähigkeit des Motors auswirken, aber auch den Verbrauch des Kraftstoffes und der verbundenen Schadstoffemission eindämmen. Dennoch wirkt Motoröl auch als ein sicherer Schutz gegen Verschleiß. Durch das Motoröl kann nicht nur ein Schmierfilm aufgebaut werden, der wiederum einen direkten Kontakt zu den beweglichen Teilen des Motors aufbaut, sondern auch die Entstehung von Verschleiß verhindert werden.

Weiterhin fällt auch die Kühlung des Motors in das Aufgabenfeld des Motoröls. Das Motorenöl kann hierbei nicht nur zwischen der Ölwanne und den Schmierstellen des Motors zirkulieren, sondern auch mit Hilfe einer Pumpe aus der Ölwanne gesaugt werden. Schon im nächsten Schritt kann das Motoröl wieder an die Schmierstellen befördert werden. Dabei kann das Öl die von den Arbeitsflächen des Motors erzeugt Wärme auffangen und eine notwenige Kühlung durchführend. Zudem kann das Öl auch den Motor reinigen und pflegen. Durch das Motoröl kann nicht nur Verschleiß abtransportiert werden, sondern auch Verbrennungsrückstände entfernt werden, sodass der Motor sowohl vor Korrosion, als auch hartnäckigem Schmutz beschützt wird.

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Haltbarkeit von Motorenöl

Solange Motorenöl in einem ungeöffneten Behälter aufbewahrt wird hat es eine ziemlich lange Aufbewahrungszeit. Die Öl Hersteller sprechen hier von 3 bis maximal 5 Jahren. Diese Dauer sollte aber nicht überschritten werden. Da ein Bestandteil von Motoröl auch chemische Additive sind und diese bei längerer Lagerung zerfallen können empfiehlt es sich das Öl nicht zu lange zu lagern. Motoröl kauft man normalerweise auch nicht auf Vorrat. Das Hauptproblem ist aber, dass mit neueren Fahrzeuggenerationen auch des Öfteren höhere Ansprüche an das Motoröl gestellt werden, so dass das vor Jahren gekaufte Öl u.U. gar nicht mehr die aktuellen Qualitätsrichtlinien bei dem neuen Fahrzeug erfüllt. Im Gegensatz zu Heizöl sollte man Motoröl nicht unbedingt auf Vorrat kaufen – nur um ein paar Euro zu sparen. Motoröl, welches sich in einem schon geöffneten Behälter befindet sollte innerhalb eines halben Jahres verbraucht werden, denn Motorenöl altert auch durch "das Atmen". Durch die Außenluft (Luftfeuchtigkeit) wird die Wirkung der enthaltenen Additive vermindert. Wer "nur" um ein paar Euro zu sparen Motoröl auf Vorrat kauft kann u.U. am falschen Ende sparen, denn ein Motorschaden kostet einiges mehr.

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Schlammbildung

Eine Schlammbildung erfolgt, wenn das Motoröl nicht regelmäßig gewechselt wird. Durch Luft und Wasser kann es zu Oxidationen kommen, die zu Ölschlamm resultieren. Der größte Teil dieses Schlammes sollte sich in der Ölwanne setzen, ein Teil kann aber auch mit in den Ölkreislauf gelangen und die Schmierfähigkeit extrem vermindern.

Tipp:
Gerade bei häufigen Kurzstrecken Verkehr sollte der Ölwechsel öfters durchgeführt werden, denn ein Motorschaden ist um einiges teurer als der regelmäßige Ölwechsel.

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Sind Ölzusätze beim Motoröl sinnvoll?

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Die Frage, ob nun Ölzusätze als sinnvoll bezeichnet werden können, liegt doch eigentlich klar auf der Hand. Diese Zusätze sollte man überhaupt nicht verwenden, denn das fein abgestimmte System von Additiven und dem Basisöl ist schließlich nicht Jahre lang getestet worden und fein abgestimmt worden, um es dann durch irgendeinen angepriesenen Ölszusatz wieder durcheinanderzubringen.

Dies lässt sich auch ganz einfach begründen. Die universellen Ölzusätze sind ja überhaupt nicht an die Rezepturen der Motoröle, die es ja auch in unterschiedlicher Form gibt, abgestimmt worden. Somit kann ganz schnell die Balance aus den Fugen geraten und man sollte sich vor Augen halten, dass es hier ganz schnell zu einem Motorschaden kommen kann.

Durch die Verwendung der Ölzusätze kann es aber auch zu erheblichen Verschlechterungen der Schadstoffemission kommen, was tunlichst vermieden werden sollte.

Man sollte immer bedenken, dass die Formulierung aller Motoröle festgelegt worden ist, um diese auch einzuhalten und auf gar keinen Fall sollte man hier eingreifen und diese durch die Ölzusätze verändern.

Hält man sich nicht daran, können die Zulassungen der unterschiedlichen Fahrzeughersteller und auch die für die Spezifikationen international verloren gehen.

Jeder Einsatz der Ölzusätze führt grundsätzlich dazu, dass die spezifische Zusammensetzung des Motoröls nicht mehr stimmt. Weiterhin ist festgestellt worden, dass das Verhältnis nicht mehr stimmig ist und somit auch das Gleichgewicht in der Zusammensetzung nicht mehr besteht. Somit ist auch nicht mehr gewährleistet, dass das Motoröl seine so unterschiedlichen und vielfältigen Aufgaben erfüllen kann.

Jeder Autofahrer kann sich selber ausmalen, was es bedeutet mit einem Motorschaden liegen zu bleiben und welche finanziellen Belastungen auf den Fahhrzeugbesitzer zukommen. Wird nachgewiesen, dass ein Zusatzstoff für ein Motoröl verwendet worden ist, wodurch der Motorschaden ausgelöst wurde, trägt man die Kosten allein. Eigentlich sollte man ja auch bei einem Autofahrer voraussetzen, dass es sich auch mit den technischen Belangen seines Fahrzeuges auseinandergesetzt hat und somit auch genau Bescheid weiß, worauf es bei einem guten Motoröl ankommt und das Ölzusätze nicht verwendet werden dürfen.

Es liegt doch auf der Hand, dass auch Motoröle in der Zusammensetzung, chemisch betrachtet, völlig unterschiedlich sind. Somit ist es auch unrelevant, dass die Ölzusätze auf die jeweilige Verträglichkeit der Motoröle im Einzelfall abgestimmt werden können. Umwelttechnisch betrachtet sollte man auch eher kritisch an die Sache herangehen, denn es ist keinem von uns geholfen, wenn sich durch die Verwendung von Ölzusätzen die Emissionswerte noch weiter verschlechtern.

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Viskositätsklassen beim Motoröl

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Mit Viskosität ist die Schmierfähigkeit eines Motoröls gemeint. Die erforderliche Viskosität richtet sich nach der Bauart des Motors. Ist der Ölfilm zu dünn, kann er reißen und keine ausreichende Schmierleistung erbringen. Ein Motorschaden ist die Folge. Ist der Ölfilm zu zäh, dringt er nicht bis in kleinste Bereiche vor.

Klassifiziert wird die Viskosität gemäß der Norm SAE (Society of Automotive Engineers). Diese Viskositätsklassen bestehen bei Motorölen aus einem Wert zwischen 0 und 60 und dem Buchstaben W (für Winter), bei Getriebeölen von 70 bis 250.

Je kleiner der Wert, umso dünnflüssiger das Öl. Bis Anfang der 60er Jahre gab es nur die so genannten Einbereichs-Öle oder "Jahreszeit-Öle" für Sommer und Winter. Durch Polymer-Zusätze ließen sich die Öle in ihren Schmier-Eigenschaften so stabilisieren, dass sie auch bei unterschiedlichen Temperaturen eine gleichbleibende Schmierleistung erbringen. Seitdem verzichtet man auf den saisonal bedingten Ölwechsel.

Standard-Mehrbereichsöle besitzen die Viskosität von SAE 20W-40 oder 15W-40. Übersetzt bedeutet das: Das Öl entspricht bei Kälte einer Viskosität von 20, bei Hitze dagegen der Viskosität 40. Synthetik-Öle liegen bei 5W-50 und 10W-60, was ein breiteres Viskositätsspektrum abdeckt als rein mineralische Öle.

Die Viskosität definiert übrigens nur die Schmier-Eigenschaften des Öl, nicht die Qualität. Wichtig für die Bildung eines lückenlosen Ölfilms ist der Öldruck. Zu hoher Druck kann Dichtungen beschädigen, zu niedriger Druck Lagerschäden verursachen.

Eine weitere Klassifizierung von Motorölen wird gemäß der API vorgenommen (American Petroleum Institute). Damit werden die Mindestanforderungen an Öle festgelegt, die für Otto- und Dieselmotoren unterschiedlich sind. Öle für Ottomotoren werden mit S, Öle für Dieselmotoren mit C gekennzeichnet. Beigeordnet wird dieser Kennung ein Buchstabe, der die Qualität definiert. Je weiter hinten im Alphabet, umso höher die Qualität. Die höchste Qualität liegt bei API SJ bzw. API CE.

Außerdem werden Motoröle gemäß der ACEA-Spezifikationen klassifiziert (Association des Constructeurs Europeens d'Automobiles). Diese gelten als aktuelle europäische Norm für Motoröle. Man unterscheidet 4 Kategorien: A für Otto-Motoren, B für kleinvolumige Dieselmotoren, C für PKW-Diesel mit Partikelfilter, E für LKW-Diesel.

Welcher Motor welches Öl braucht, steht in der Bedienungsanleitung. Dabei gilt: Wenn in der Anleitung 20W-40 verlangt werden, ist auch ein 20W-50 Öl oder 10W-40 zulässig, aber niemals umgekehrt!

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